Putins Exfrau bekommt die kleinere Hälfte der Krim


Putin Scheidung - Krim

Moskau/Sewastopol (dwp) · Nach der Scheidung der Putins wird im Zuge der Vermögensaufteilung auch über die kürzlich erworbene Halbinsel Krim verhandelt. Laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti seien die ersten Ergebnisse aus den Scheidungsgesprächen für die ehemalige Gattin des Kremlchefs “eher nachteilig ausgegangen”. Ihr soll, so Kremlsprecher Dmitrij Peskow, der nordwestliche, kleinere Teil der Halbinsel zukommen. “Wegen der Ungerechtigkeit” schlagen internationale Frauenverbände Alarm.

Die Vermögensaufteilung der nun offiziell geschiedenen Eheleute Wladimir Putin und Ljudmila Putina sei bis auf die Krim-Frage “bisher ohne nennenswerte Probleme” verlaufen. Die Verhandlungen über den Neuzugang der Putin-Familie – die Halbinsel Krim – bereiten jedoch aufgrund der Entscheidungsgewalt ihres Exmannes nicht nur Ljudmila Sorgen. Sie hat, so lautet auch die offizielle Kreml-Meldung, “den kleineren Teil der Halbinsel mit der schlechteren Infrastruktur” abbekommen. Die Uneinigkeit der Putins spaltet nun auch das russische Volk.

Scheidung Putin

“Sich bei solch einem Nachlass über den kleineren Teil zu beschweren, das ist Meckern auf höchstem Niveau”, meinen die einen. Andere solidarisieren sich mit der ehemaligen Putin-Gattin. Auch US-amerikanische Frauenrechtlerinnen derNational Organisation for Women (NOW) kritisieren das “posteheliche Chauvinisten-Verhalten” des 61-Jährigen Russen. “Ljudmila hat laut den gültigen Ehevereinbarungen genauso viel Anspruch auf die Krim wie ihr Exmann”, erklärt Aileen Baldwin, die Vorsitzende der in den Sechzigern gegründeten Vereinigung. Barack Obama, der am Donnerstagmorgen über die “Schwierigkeiten des Krim-Erbes” informiert worden war, gibt NOW Recht.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete die “ungerechte Vermögensverteilung” als “äußerst bedenklich”. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verglich Wladimir Putin sogar mit Boris Becker und Dieter Bohlen.
Russlands Präsident selbst nimmt die Kritik an seiner Entscheidung bisher gelassen, will jedoch laut Rechtsberater Nikolai Krawtschjuk weitere Spannungen vermeiden. Selbst die Oben-Ohne-Proteste der ukrainischen Femen-Aktivistinnen, die seit Stunden den Kreml-Eingang belagern, nimmt der frisch gebackene Single zwar widerwillig, aber billigend in Kauf.

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